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Ankunft in Ostgrönland

Logbuch · 14.07.2019

Unser Timing war spot-on. Wir sind in Island früh genug gestartet, sodass wir die günstigen raumen Winde nutzend, rasant Westen machten, und spät genug, um dem auf die Küste prallende Tief Zeit zu lassen, um sich auszutoben. Als die von Gletschern zerklüftete und von der Abendsonne beschienene Küstenlinie am Horizont auftauchte, war der Wind zu einer sanften Brise abgeflaut, die das Schiff über eine sanft steigende und fallende 'alte See' trugen. Der vergangene Sturm hatte auch das gefürchtete Packeis (das auf Wind reagiert) weggeblasen, sodass nur noch die mächtigen Eisberge (die aufgrund ihres gewaltigen Tiefgangs von der Strömung getragen werden) übrigblieben sind, die sich 'leicht' umfahren liessen. 'Leicht' in Anführungszeichen, weil sich eine Segelschiff nicht so leicht wie Auto steuern lässt, vor allem, wenn man wie wir, einen 145 Quadratmeter grossen Code-Zero fährt, der bei jeder durch das Labyrinth der Schollen und Eisberge erzwungenen Wende ein- und ausgerollt werden muss.

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