Longyearbyen (Spitzbergen) - Tromsö
Hier starten wir auf gut 78° und segeln zurück nach Süden. Dies ist die erste Etappe unserer Rückreise. Zuerst geniessen wir noch die karge hügelige verschneite Landschaft von Svalbard. Danach übersetzen wir mit zirka 350 sm zu den Fjorde Norwegens. Eventuell liegt bei dieser Überfahrt ein Stopp bei der Bäreninsel drin. Ohne Zwischenstopp sind es zirka 350sm, was wir wohl in etwa 48 Stunden zurück gelegt haben. In Norwegen können wir die abgelegenen Dörfer am Nordzipfel erkunden.
Törn
Der Törn startet in Longyearbyen und führt über den Südosten Spitzbergens, mit Zwischenhalt in Bjørnøya, zurück nach Tromsø.
Highlights und Besonderheiten Wir wollen uns hier in ein anspruchsvolles, aber auch interessantes Gebiet wagen, welches durch sein Treibeis und seine Untiefen bekannt ist. Dies erfordert natürlich eine entsprechende Planung und auch Flexibilität, doch mit etwas Glück gehören wir dann zu einer kleinen, privilegierten Gruppe, welche die Einsamkeit des Storfjords erleben dürfen. Wie tief wir den Fjord erkunden können, hängt vom Wetterfenster ab, welches wir für die Überfahrt, zurück nach Tromsø, benötigen und natürlich auch von Eis und Wetterverhältnissen. Ich bin doch zuversichtlich, da wir relativ spät unterwegs sind.
Ein paar mögliche Highlights auf dieser Route:
Die Bucht Trygghamna bietet uns in der ersten Nacht einen geschützten und sicheren Ankerplatz. Alternativ besteht auch die Möglichkeit in der Borebukta zu ankern, wo es zwei grosse Gletscher zu bestaunen gibt. Die Einfahrt zu der Bucht hat allerdings weitläufige Untiefen, welche eine Einfahrt zeitintensiv machen.
Der Bellsund ist für seine Schönheit benannt und bietet unter anderem, die Möglichkeit, eine alte Wahlfangstation zu besuchen.
Auf den Hornsund bin ich persönlich sehr gespannt. Dieser bietet Gletscher und eine markante Bergwelt. Im Gegensatz zum Bellsund, welcher noch im Einfluss vom Golfstrom liegt, sind wir hier bereits im Einfluss vom Ostspitzbergenstrom, welcher uns die nächsten Tage begleiten wird.
Eine Übernachtung in der Stormbukta, der letzten Bucht, bevor wir ums Kapp fahren, wird nur möglich sein, wenn wir ruhige Bedingungen haben.
Die Südostküste von Spitzbergen ist unbesiedelt und, wegen den Eisbedingungen, schwierig anzulanden, doch bietet sie neben einer reichen Tierwelt auch Fossilien, welche sonst nicht gerade alltäglich sind.
Bei Barentsoya kann man mit der nötigen Vorsicht den Heleysund im Norden und den Freemansund im Süden, durchfahren. In diesen Sunden können Gezeitenströme von bis zu 10 Knoten auftreten.
Bjørnøya ist ein Naturschutzgebiet, welches nur mit einer Genehmigung betreten werden darf. Im Norden gibt es eine Wetterstation, in der Mitte befindet sich eine alte Wahlfangstation und im Süden die Vogelfelsen, welche ein Sperrgebiet sind und man einen entsprechenden Abstand halten muss.
Skipper Andreas Walser
Schiff Die SY Passage wurde für die Whitbread Weltumrundung-Regatta gebaut und von uns umgebaut. Das Schiff ist komforttechnisch sehr spartanisch, dafür auf Robustheit und Segeleigenschaften getrimmt. Alles zum Schiff
Anreise Die Crewwechsel finden immer am jeweiligen Tag statt. Versuche doch, wenn möglich etwa Mittags bei der Passage zu sein. Der genaue Hafenplatz bekommst du kurzfristig mitgeteilt. Infos zu den Reiseorten findest du hier
Preis Der Preis gilt pro Person in Rohrkoje
Zusätzliche Kosten
Vereinsmitgliedschaft, 50.-/Jahr, verfällt automatisch
An- & Rückreise
Transfer
Bordkasse, ca. 150-250.- Fr./Woche
persönliche Ausgaben
Fragen frage@mareincognita.ch
044 586 65 65
Anreise
Die Anreise organisierst du selbst. Details zu Treffpunkt und Uhrzeit bekommst du rund vier Wochen vor Abfahrt.
Preis
Andi Walser
Andi Walser. Seine Begeisterung für das Segeln besteht aus vielen Aspekten. Die Möglichkeit an abgelegene Orte zu reisen und die Verbindung zur Natur und Meer haben für ihn einen ganz speziellen Reiz. Er durfte schon in verschiedenen Gebieten segeln, solche mit Badecharakter, wie Südfrankreich oder Kroatien und solche in rauerer Umgebung, wie Orkneys, Island und Grönland. Für ihn haben alle Gebiete ihren Reiz, doch zieht es ihn stärker in die nördlichen Gefilde. Bei einem Törn ist für Andi der soziale Aspekt sehr wichtig, eine gute Zeit mit guten Leuten zu verbringen, gehört an oberster Stelle. Jeder sollte sich auf dem Schiff wohlfühlen und Spass haben und natürlich darf dabei die Sicherheit nicht zu kurz kommen.
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segeln@mareincognita.ch
044 586 65 65