HomeTörnSaison 2027 › T2707

Qaqortoq – Nuuk

Zurück zur Übersicht

Die grönländische Südwestküste hinauf nach Nuuk — 350 Seemeilen zwischen Fjorden, Schären und Eisbergen.

Qaqortoq ist mit gut dreitausend Einwohnern die grösste Stadt Südgrönlands, gegründet 1775. Ein schwarz geteertes Blockhaus von 1797 steht noch — in Dänemark vorgefertigt und hier zusammengesetzt. Auffälliger ist Stone & Man: 1993 schlugen achtzehn nordische Künstler über vierzig Skulpturen direkt in die Felsen der Stadt. Es gibt keinen Eingang und kein Ticket, man findet sie beim Gehen. Eine Bootsstunde entfernt liegt Hvalsey, die besterhaltene Nordmannen-Ruine Grönlands: Eine Hochzeit im Jahr 1408 ist die letzte schriftliche Nachricht, die von den grönländischen Nordmannen überliefert ist. Danach schweigt die Quelle.

Von dort geht es der Südwestküste entlang nach Norden — ein Labyrinth aus Fjorden, Schären und Inseln, fast durchwegs geschützt zu befahren. Ankerplätze gibt es im Überfluss, aber nicht jede Bucht taugt: Viele sind zu tief, der Grund ist oft Fels mit Kelp. Unterwegs liegen Siedlungen ohne Strassenanschluss — Arsuk mit siebzig Einwohnern etwa, und Paamiut, das im ganzen Land für seinen Nebel bekannt ist.

Am Ende steht Nuuk. Rund zwanzigtausend Menschen leben hier, mehr als ein Drittel der Bevölkerung Grönlands, und auf 64° Nord ist es die nördlichste Hauptstadt der Welt — ein paar Kilometer vor Reykjavík. Hans Egede gründete den Ort 1728; sein Haus steht noch und ist das älteste des Landes. Dahinter öffnet sich der Nuup Kangerlua, 160 Kilometer lang, an dessen Ende zwei Gletscher des Inlandeises ins Wasser kalben.

Anreise

Qaqortoq ist die grösste Stadt Südgrönlands und hat seit April 2026 einen eigenen Flughafen — der frühere Umweg über Narsarsuaq mit anschliessender Bootsfahrt entfällt damit. Geflogen wird ab Kopenhagen über Nuuk mit Air Greenland, saisonal auch ab Reykjavík mit Icelandair. Der Flugplan für 2027 erscheint im Herbst 2026; buche erst, wenn er publiziert ist, und plane Wetterpuffer ein.

Grönland gehört weder zur EU noch zum Schengenraum. Du brauchst einen gültigen Pass; ein Schengen-Visum gilt hier nicht.

Tipp für den Tag davor: «Stone and Man» — 1993 haben Bildhauer über vierzig Reliefs direkt in die Felsen im Stadtgebiet geschlagen, Gesichter und Tiere, verteilt zwischen den Häusern. Der Rundgang dauert zwei Stunden und ist gratis. Per Boot erreichbar ist ausserdem die Kirchenruine von Hvalsey, wo 1408 die letzte überlieferte Handlung der Grönland-Wikinger stattfand: eine Hochzeit.

Rückreise

Nuuk hat seit November 2024 eine Piste für Grossraumflugzeuge und damit Direktflüge ab Kopenhagen mit Air Greenland; Icelandair fliegt ab Reykjavík. Der Flughafen liegt am Stadtrand, zehn Minuten vom Zentrum. Wetterbedingte Verschiebungen bleiben trotzdem normal — plane einen Reservetag.

Grönland liegt ausserhalb von EU und Schengenraum: gültiger Pass nötig, ein Schengen-Visum genügt nicht.

Tipp für den Tag danach: Im Nationalmuseum liegen die Mumien von Qilakitsoq — sechs Frauen und zwei Kinder aus dem 15. Jahrhundert, von der Kälte konserviert, mit ihrer Kleidung. Das ist die eindrücklichste halbe Stunde, die Grönland zu bieten hat. Danach das Kunstmuseum im alten Kirchengebäude, und ein Spaziergang durch die Altstadt Kolonihavnen.

Preis

Pro PersonCHF 2'250.–
Nicht inbegriffen
  • An- und Rückreise
  • Transfer
  • Bordkasse, ca. 150–250 Fr. pro Woche
  • Persönliche Ausgaben
Skipper

Johan Oelen

Für Johan Oelen, einen Niederländer mit maritimen Wurzeln, war das Meer schon immer mehr als nur eine Kulisse – es war sein Lebensraum. Beide Seiten der Familie besassen eigene Frachtschiffe. So verbrachte Johan schon früh viel Zeit an Bord und am Steuer grosser Frachtschiffe. Mit 18 Jahren wagte er seinen ersten Hochseetörn: Gemeinsam mit einem Freund überquerte er bei schlechtem Wetter auf einer Etap 28 die Nordsee. Einige Jahre später entdeckte er seine Leidenschaft für das Hochseesegeln, als er eine Yacht von Norwegen nach Holland überführte. Als leidenschaftlicher Sportsegler verbindet Johan seine Erfahrungen aus der Frachtschifffahrt mit seiner Begeisterung für das Entdecken neuer Regionen. Seit mehr als 25 Jahren organisiert und begleitet er Segeltörns in den nördlichen Gewässern Europas. Mit der Passage hat er bereits den Norden Spitzbergens umrundet. Nun möchte er gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von mareincognita in den kommenden Jahren weitere faszinierende arktische Regionen erkunden.

Zum Skipper-Portrait

Hast du Fragen?
Gerne geben wir dir hier Auskunft:

segeln@mareincognita.ch
044 586 65 65